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Kamilla Czastka – Die Alchemie der Intensität

Wahrnehmung als Urkraft

Kamilla Czastkas Arbeiten sind keine bloßen Bilder – sie sind physische Verdichtungen erlebter Intensität. Als neuroatypische Künstlerin erfährt sie die Welt ohne die filternde Distanz des Alltags. Diese ungefilterte Wahrnehmung ist der Motor ihres Schaffens: In hochfrequenten Arbeitszyklen bändigt sie den psychischen Hochdruck ihrer Welt in schweren Schichten aus Öl, Erden und Pigmenten. Die Leinwand wird so zum notwendigen Ort der Ordnung, an dem aus dem Chaos Stille entsteht.

Das Fundament: Handwerk und Historie

Diese eruptive Kraft trifft auf eine seltene akademische Disziplin. Ihr Handwerk wurzelt in einer siebenjährigen Meisterschülerschaft bei Professor Hugon Lasecki (Danzig), einem der letzten Bewahrer der klassischen Moderne. Diese fundierte Ausbildung bildet das Gerüst für eine radikale Abstraktion, die bereits früh internationale Spuren hinterließ – von Ausstellungen im Europaparlament über die exklusiven Zirkel der Avenue Louise (Brüssel), bis hin zu institutionellen Ankäufen durch die Stadt Dortmund und bedeutende private Sammlungen von Venedig, Frankreich, Spanien, Polen bis zur deutschen Industrie.

Das Fundament: Handwerk und Historie

Kamilla Czastka entzieht sich bewusst den Mechanismen des herkömmlichen Kunstbetriebs. In einer Welt der Überreizung wählt sie die Stille und den geschützten Raum des Ateliers. Ihre Werke werden bevorzugt im privaten Rahmen präsentiert; Ausstellungen und Atelierbesuche finden ausschließlich auf persönliche Einladung statt.

Sie begreift ihre Bilder als manifeste Seelenanteile. Die Übergabe eines Werkes an einen neuen Hüter ist für sie kein bloßer Handel, sondern ein Akt der Resonanz.